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Pfarreiengemeinschaft Alftal

Alle Gottesdienste und sonstigen Veranstaltungen abgesagt

Mit Blick auf die Ausbreitung des Corona-Virus hat das Bistum Trier vom 14. März an bis Ende April eine Absage aller öffentlichen Veranstaltungen angeordnet. Darunter fallen auch Gottesdienste, Tagungen, kirchliche Fortbildungsangebote, Gremiensitzungen, Wallfahrten und sonstige Fahrten. Auch die Erstkommunionfeiern wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Aber:

Not macht erfinderisch

Ein altes Sprichwort sagt auch: „Not lehrt beten.“ Menschen fragen sich aber auch: Was tut die Kirche gegen die Corona-Pandemie? Und manche sagen: Die schottet sich ab. Das stimmt nicht. Denn die Kirchen sind zum persönlichen Gebet offen. Zwar dürfen keine öffentlichen Gottesdienste unter Beteiligung der Gläubigen gefeiert werden. Aber in unserem Kloster Springiersbach feiern jeden Tag in Gemeinschaft (ohne Beteiligung von Gläubigen, die nicht Mitglied unserer Gemeinschaft sind) die heilige Messe gerade in dieser momentan schwierigen Situation. Ebenso bleibt die Einzelseelsorge gewährleistet. Ich als Pastor und Diakon Harald Klein stehen dazu zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es verschiedene  schöne Initiativen, wie Menschen einander helfen und beistehen können und so ein Zeichen der Solidarität setzen. Und das in mehrfacher Hinsicht: Sie helfen alten Menschen beim Einkauf. Sie tun es durch beten für die Kranken selbst, für diejenigen, die Ihnen hilfreich zur Seite stehen, aber auch für die bereits an dem Virus verstorbenen Menschen. So gibt es Telefonaktionen, wo Menschen einander unterstützen im Gebet; oder etwa um 21 Uhr eine Kerze auf die Fensterbank stellen und damit bekunden, ich denke in diesem Anliegen oder bete in diesem Anliegen etwa ein „Vater unser…“ für die Betroffenen und alle, die ihnen beistehen, ja für die ganze Menschheit. Damit sind wir auch „Ort von Kirche“ und bilden über unsere vier Wände hinaus eine große gelebte Gebetsgemeinschaft in ungewöhnlicher Zeit. Ferner läuten jeden Sonntagabend um 19:30 Uhr, ebenso am Gründonnerstag und ausnahmsweise (!) auch am Karfreitag Abend um 19:30 Uhr, sowie an Ostern um 10:30 Uhr die Glocken als Zeichen der Verbundenheit mit allen Menschen, aber auch als Aufruf zum Gebet, besonders für die Erkrankten und die Pflegenden. Ich lade Sie dazu ein und ermutige Sie dazu, auf diese Art und Weise „Flagge zu zeigen.“ Und damit machen wir auch kund: Wir glauben, dass Gott mit dabei  ist in diesen Sorgen, Nöten und Ängsten. Wir dürfen uns von IHM getragen wissen. Der Phantasie sind in dieser Hinsicht jedoch keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche Ihnen Mut, Geduld und Gottvertrauen unter dem Segen + des Vaters, + des Sohnes und + des Heiligen Geistes. Amen.

P.Ludwig Eifler O.Carm. (Pfarrer)


Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie
Jesus,
unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren;
  • für alle, die bereits an der Krankheit verstorben sind.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:
Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt, unseren Glauben zu vertiefen und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.
Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

 

Update 17. März - 14 Uhr

Informationen zum weiteren Vorgehen

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten haben am 16. März „Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Leben“ zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Unter anderem sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften fürs Erste verboten.“ Zudem haben uns in den vergangenen Tagen Rückfragen zur Dienstanweisung vom 13. März erreicht.  Es braucht also Präzisierungen und leider auch Verschärfungen (Änderungen gegenüber dem 13. März sind kursiv markiert - Fettdruck zur besseren Orientierung). Deshalb gilt

AB SOFORT und OHNE AUSNAHME, zunächst mindestens bis zum 30. April 2020, folgende Dienstanweisung für die territoriale und kategoriale Seelsorge im Bistum Trier

  • Alle gottesdienstlichen Zusammenkünfte (Eucharistiefeiern, Kasualien, Andachten usw.) unterbleiben, sowohl in geschlossenen (auch privaten) Räumen, als auch im Freien (Ausnahme vgl. Nr. 4). Dies betrifft auch die vor uns liegenden Kar- und Ostertage!
  • Erstkommunionen und Firmungen müssen zunächst bis Ende Mai abgesagt werden. Eine neue Terminfestlegung kann erst nach Beendigung der Krise (bei Firmungen in Absprache mit dem zuständigen Weihbischof) erfolgen.
  • Alle Kasualgottesdienste (Taufen, Trauungen, Sterbeämter) müssen verschoben werden. Eine neue Terminfestlegung kann erst nach Beendigung der Krise erfolgen.
  • Die Beisetzung auf dem Friedhofdarf nur im allerengsten Familienkreis und entsprechend den örtlichen Vorgaben bzgl. der Nutzung der Leichenhallen stattfinden. Auf das Bereitstellen von Weihwasser und Erde am Grab ist zu verzichten.
  • Selbstverständlich feiern die Priester sonntags und werktags die Hl. Messe für die Gläubigen, weil in dieser Stunde der Not gerade die Feier der Eucharistie unser unvertretbarer Auftrag als Kirche ist, um die Not der Menschen vor Gott zu tragen und ihnen, wenn auch vorerst nur geistlich, nahe zu sein.
    Soweit möglich soll geprüft werden, ob sich kurzfristig ein Livestreaming dieser Gottesdienste ermöglichen lässt.
    Eine physische Präsenz von Gläubigen ist bei diesen Gottesdiensten ausdrücklich nicht gestattet.
    Die Coronakrise ist ein „gerechter Grund“ zur Zelebration „ohne die Teilnahme wenigstens irgendeines Gläubigen“ gemäß can. 906 CIC.
    Gottesdienste in geschlossenen klösterlichen Gemeinschaften finden ohne Beteiligung von Gläubigen statt, die nicht Mitglieder der klösterlichen Gemeinschaft sind.
    Die Sonntagsmesse im Dom wird sonntags um 10 Uhr per livestream auf der Homepage des Bistums übertragen.
  • Die Gläubigen sind einzuladen, zu Hause Gottesdienste, die über die Medien verbreitet werden, mitzufeiern und in dieser Weise auch geistlich zu kommunizieren. Die Gläubigen sind von der Erfüllung der Sonntagspflicht befreit.
  • Die Kirchen sind offen zu halten als Orte des persönlichen Gebetes. Soweit möglich sollte hier auch ein Seelsorger/eine Seelsorgerin als Ansprechperson anwesend sein oder um Gläubigen, die für sich oder für ihre kranken Angehörigen darum bitten, die Hl. Kommunion zu spenden. Auch kann das Sakrament der Versöhnung oder der Segen erbeten werden. Alles unbedingt unter der Beachtung der notwendigen Hygienevorschriften.
  • Sämtliche Maßnahmen und Veranstaltungen unterbleiben. Dazu zählen insbesondere Einkehrtage, Exerzitien, gestaltete Kar- und Ostertage, Kommunionkinder- und Firmvorbereitungstreffen, Gremiensitzungen, Treffen von Gruppen und kirchlichen Vereinen, Chorproben, Wallfahrten, Freizeit- und kulturelle Maßnahmen, Schulungen, Veranstaltungen im Rahmen der Seniorenpastoral, Ausstellungen usw.
    Anfallende Stornokosten für einen kirchlichen Veranstalter werden vom Bistum übernommen.
  • Die Pfarrbüchereien, Pfarrheime und weitere kirchliche Orte der Begegnung sind geschlossen. Auch private Feiern an diesen Orten sind verboten.
  • Konferenzen von Hauptamtlichen mit physischer Präsenz unterbleiben, außer es besteht unaufschiebbarer dienstlicher Bedarf (z. B. Krisenstäbe) und andere Formen (Telefonkonferenzen) lassen sich nicht realisieren. Hierüber entscheidet der zuständige Vorgesetzte. Im Falle von dennoch nötigen Konferenzen mit physischer Präsenz muss eine Liste der Teilnehmenden geführt werden, damit evtl. Ansteckungswege nachverfolgt werden können.
  • Es ist möglichst zu vermeiden, dass ein vollständiges (Pastoral-)team zusammenkommt, da ansonsten im Falle der Infektion eines Mitarbeiters die Ansteckung und/oder Quarantäne des gesamten Teams droht. Die Mitglieder des Teams sollten nicht überschneidend miteinander in Kontakt (auch nicht privat) treten!
  • Sämtliche Dienstreisen unterbleiben, außer es besteht unaufschiebbarer dienstlicher Bedarf. Hierüber entscheidet der zuständige Vorgesetzte.
  • Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind zu verschieben.
  • Die Seelsorge ist weiter zu gewährleisten, dies unter Beachtung des angemessenen Eigenschutzes, der in besonderer Weise für ältere Seelsorgerinnen und Seelsorger und für solche mit Vorerkrankungen gilt, da sie zur Risikogruppe der Corona-Erkrankung gehören. Dies heißt insbesondere:
    • (a) Persönliche Krankenbesuche müssen wegen der Gefahr einer Ansteckung der alten und kranken Menschen unterbleiben. Stattdessen halten die Seelsorgerinnen und Seelsorger telefonisch Kontakt.
    • (b) Das Sakrament der Krankensalbung und der Wegzehrung wird den Schwerkranken und Sterbenden gespendet.
    • (c) Die Seelsorgerinnen und Seelsorger sind auf jeden Fall telefonisch, digital und soweit als möglich und sinnvoll auch persönlich für die Gläubigen erreichbar.
    • (d) Die Seelsorgerinnen und Seelsorger entwickeln für die verschiedenen Zielgruppen kreativ geistliche Angebote und veröffentlichen sie in geeigneter Form (Podcast, Homepage usw.). Angebote finden Sie unter: t1p.de/medial-mitbeten (Linkadressen mit neuen Vorschlägen bitte schicken an diese Mailadresse).
    • (e) Auch wenn es vorerst keine Gremiensitzungen geben kann, sind die Seelsorgerinnen und Seelsorger zusammen mit den gewählten Mandatsträgerinnen und –trägern doch aufgerufen, auf andere Weise auch im diakonischen Bereich zu überlegen, wo gerade jetzt tatkräftige Hilfe nötig und möglich ist (z. B. Nachbarschaftshilfe, Telefonkontakt zu Alleinstehenden und Personen in Quarantäne, Kinderbetreuung usw.). Vernetzungen mit anderen Akteuren, insbesondere mit den Kommunen, sind empfehlenswert.
    • (f) In den Pfarrbüros ist die Erreichbarkeit sicherzustellen, der Publikumsverkehr ist einzustellen.