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Pfarreiengemeinschaft Alftal

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

Weihnachten, Ostern, Pfingsten sind die drei herausragenden Feste im Ablauf unseres Kirchenjahres. Mit den beiden ersten Festen können die meisten Menschen durchaus einiges anfangen. Auch die Werbung tut sich mit ihnen relativ leicht; ihre Vermarktung ist einfach. Doch mit Pfingsten, dem Tag, an dem wir die Osterzeit und damit auch den Osterfestkreis des Kirchenjahres beschließen, sieht es ein wenig anders aus. Viele Menschen verbinden damit zwei freie Tage oder gar Ferien und Urlaub. Viele Vereine und weltliche Verbände laden etwa zum Pfingstangeln oder geselligen Begegnungen ein, was ja in diesem Jahr wegen der Coronapandemie etwas anders aussehen wird.

Im Laufe der Zeit haben sich in der Tat verschiedene Feiern und Feste um die Pfingsttage gerankt. Das ist ja im Grunde genommen nichts Schlechtes; das eine schließt ja normalerweise das andere nicht aus. Doch wenn dann in einer Zeitung, fettgedruckt, folgende Überschrift zu lesen ist: „Am Pfingstfest stehen die Pferde im Mittelpunkt“, dann ist doch die Frage durchaus berechtigt: Was haben wir aus Pfingsten gemacht, dem 50.Ostertag, so können wir ja dieses Wort übersetzen? Wird sein eigentlicher Sinngehalt nicht mehr gesehen, geschweige denn verstanden? Auch und gerade bei uns Christen? Ja, verstehen wir Pfingsten. Ja, erleben wir Pfingsten im eigenen Lebensbereich, in der Kirche? Ja, leben wir Pfingsten im eigenen Lebensbereich, in der Kirche? Konkret heißt das: Leben wir unsere Taufe, leben wir unsere Kommunion, leben wir unsere Firmung? Pfingsten ist nämlich auch die Vollendung unserer Eingliederung in die Kirche durch die drei ersten Sakramente. Pfingsten ist die Besiegelung der Taufe. Kennen Sie Ihren Tauf-, Kommunion- und Ihren Firmtag? Wenn nicht, schauen Sie mal nach.

Es gibt Jugendliche die sagen, in der Kirche sei nichts los, sei alles so lahm, angefangen vom Orgelspiel, über die Predigt, bis hin zu den einzelnen Texten und Gebeten; der Pepp würde fehlen; man verschanze sich hinter Riten und Formen. Es fehle Lebendigkeit, Esprit, Geist. Vielleicht haben diese jungen Menschen gar nicht so Unrecht. Denn Kirche lebt ja von der Vielfalt der Charismen, der Geistesgaben oder auch nicht. Kirche lebt vom Engagement ihrer Glieder, die sich um ihr Haupt, Jesus Christus, versammeln oder auch nicht. Allerdings ist Pfingsten weder im eigenen Lebensbereich noch in der Kirche selbst machbar. Das haben bereits die engsten Freunde Jesu, die Apostel erfahren. Und so begann in der Tat Kirche. Im Evangelium heißt es: „Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten ...“ Am Anfang der Kirche gibt es also Menschen, die zugemacht haben, die enttäuscht waren, die Angst hatten, die nicht ein noch aus wussten.

Doch „da kam Jesus, trat in ihre Mitte“ – auch das gehört zum Anfang der Kirche: Der Herr kommt trotz verschlossener Türen. Allerdings rennt er keine Türen ein. Auch wo Menschen sich abschließen, gegeneinander und gegen IHN, kann ER in ihre Mitte treten; ER tut das aber nicht mit Drohung und Gewalt. Sein Wort, das verschlossene und verriegelte Türen aufsperrt, heißt vielmehr: „Friede sei mit euch!“ Schalom, Friede, ist das erste Wort des Auferstandenen an die, die sich eingemauert haben. Kein Wort des Vorwurfs oder der Anklage, der Abkehr oder der Verbitterung. Nein, vielmehr „Friede sei mit euch!“ Der Gekreuzigte, der lebt, zeigt den Jüngern seine Hände und seine Seite. Er zeigt ihnen seine Erkennungsmerkmale; er zeigt ihnen die Wunden; Zeichen seiner Liebe. In Jesu offenen Händen, in Jesu offener Seite bleibt ihnen Gottes Liebe zugewandt.

Und so gesehen kann Pfingsten nicht nur an Pfingsten selbst gelebt oder erfahren werden; nein, Pfingsten kann immer sein. Doch der Heilige Geist kann bei uns sozusagen nur landen und wirken, wenn wir Christen uns von der Aufgeschlossenheit Jesu ergreifen lassen, vom Geist offenherziger Liebe, vom Geist, der aus Verschlossenen Offene, aus Enttäuschten Aufgeschlossene machen kann; Menschen, die hinhören können, ja, die hinhören können in die Stille, um sich von daher mit Lebendigkeit, Esprit und Geist für die Kirche von heute von Gott selbst erfüllen und beschenken zu lassen und damit Gottes Willen kundtun im Hier und Heute.

Diesen Geist Gottes brauchen wir in dieser schwierigen Zeit ganz besonders um erfahren zu können: Was will uns Gott mit all den augenblicklichen Problemen und Schwierigkeiten sagen? Wir brauchen diesen Geist Gottes, wenn wir erkennen wollen, was Gott mit uns vorhat, wie wir Seelsorge Hier und Heute gestalten sollen und wollen. Denn es geht immer um den einzelnen Menschen in seiner Persönlichkeit; es geht aber auch um den Mensch als Gemeinschaftswesen im Verbund mit allen glaubenden Schwestern und Brüdern.

Und daher wünsche ich uns allen den Pfingstgeist, und damit Mut und Kraft zum Mitmischen und konstruktiven Engagement in Ihrer Pfarrgemeinde, in Ihrer Pfarreiengemeinschaft. Denn Kirche will täglich neu gelebt werden, ist doch ihr Herr und Meister Jesus Christus alle Tage bei ihr, bis ans Ende der Welt. Und vielleicht bietet uns diese Zeit auch die Möglichkeit, uns einzulassen auf den Sinngehalt von Pfingsten, damit wir im Hier und Heute pfingstliche Menschen sein können und die Welt spürt, dass Gott durch seinen Heiligen Geist in seinen Schwestern und Brüdern anwesend ist und wirken kann. In diesem Sinne ein gesegnetes und frohes Pfingstfest und viel Heiligen Geist!

P.Ludwig Eifler O.Carm. (Pfarrer)

 

Liebe Pfarrangehörige der Pfarreiengemeinschaft Alftal!

Mit Schreiben vom 27.05.2020 hat der Bischöfliche Generalvikar des Bischofs von Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, weitere Lockerungen für die Gottesdienste bekannt gegeben:

  1. Der Zugang zu den Gottesdiensten ist auch weiterhin aufgrund der geltenden Bestimmungen begrenzt; die Zahl der zugelassenen Gläubigen richtet sich nach der Größe des Raumes: Bausendorf: 27 Personen, Bengel: 42 Personen, Hontheim: 26 Personen und Kinderbeuern:  32 Personen                                                                                     
  1. Daher bedarf es eines Anmeldeverfahrens für die Wochenendgottesdienste per Telefon (06532/2727) oder Mail (kath.pfarramt.kib(at)t-online.de) im Pfarrbüro bis jeweils freitags davor, 12 Uhr.
  2. Die Gottesdienst-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer müssen beim Betreten und beim Verlassen der Kirche eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Während des Gottesdienstes ist das Tragen der Maske empfohlen, allerdings Voraussetzung zum Mitsingen.
  3. In der Kirche können nur die gekennzeichneten Plätze in einer Bank eingenommen werden. Ehepaare und Familien können nebeneinander Platz nehmen.
  4. Die Messdienerdienste werden nach den Sommerferien wieder aufgenommen.
  5. Gottesdienste in Verbindung mit Bestattungen dürfen gefeiert werden. Sie unterliegen denselben Regelungen wie Sonntagsgottesdienste (siehe Punkte 1- 2).
  6. Die Feiern von Taufe und Trauung sind wieder möglich. Da diese Gottesdienste aber mit bestimmten Riten verbunden sind, die in der Regel einen Körperkontakt erfordern, muss dazu im Bistum Trier das geltende Schutzkonzept vom 27.05.2020 beachtet werden. Eltern können mit ihren Kindern an Gottesdiensten teilnehmen. Insbesondere sind die Kommunionkinder und ihre Eltern ganz herzlich dazu eingeladen.
  7. Ab Juni ist die Hauskommunion durch Pastor, Diakon und Gemeindereferent wieder möglich. Wer die Hauskommunion empfangen möchte, möge sich bitte im Pfarrbüro melden (Tel. 06532/2727).
  8. Ab dem 2. Juni ist die Feier der Erstkommunion im Bistum Trier unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich. Der Pastor, P.Ludwig Eifler O.Carm., wird sich diesbezüglich mit den Katechetinnen und den betroffenen Eltern in Verbindung setzen.
  9. Für die eigentliche Feier der Liturgie gibt es gesonderte Hinweise, auf die bei der jeweiligen Feier hingewiesen wird.
  10. Jede / jeder Mitfeiernde(r) soll nach Möglichkeit ihr / sein eigenes Gotteslob mitbringen. In der Kirche liegen derzeit keine aus.
  11. Die Büxen für die Kollekten werden nicht durch die Reihen gereicht, sondern an den Eingangsportalen aufgestellt.

Die Durchführung all dieser Schutzmaßnahmen erfordert einen hohen Aufwand, aber auch personellen Einsatz. Deshalb danke ich auch an dieser Stelle den Frauen und Männern, die sich als Empfangsdienst bereit erklärt haben. Es sind alles Maßnahmen, um die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Bitte haben Sie Verständnis dafür.

P.Ludwig Eifler O.Carm. (Pfarrer)

 


Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie
Jesus,
unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt
kommen wir zu Dir und bitten Dich:

  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren;
  • für die Menschen, die am Virus verstorben sind, und für diejenigen, die im Dienst an den Kranken ihr Leben gelassen haben.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Als Auferstandener bist du deinen Jüngern erschienen und hast ihnen versprochen:
„Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Auf dieses Wort vertrauen wir auch in dieser Zeit
und preisen dich in Ewigkeit.

Amen.