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Pfarreiengemeinschaft Alftal

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mit den endzeitlichen Bildern hat das Kirchjahr in den Lesungen und Evangelien seinen Abschluss gefunden und mit ihnen beginnt das neue Kirchenjahr, der erste Adventssonntag. Nur die Zielrichtung ist eine verschiedene. Am Ende des Kirchenjahres steht die Weltvollendung im Blickpunkt; am ersten Advent die Erwartung des Weltvollenders, der uns die Erlösung bringt.

Denn Advent ist ja eine Zeit des Wartens und Erwartens: in Geduld ausharren, um von IHM beschenkt zu werden.

Advent ist eine Zeit der Sehnsucht: Seine Gedanken auf IHN richten, um Anteil an IHM zu haben.

Advent ist eine Zeit der Vorfreude: auf Gott hoffen, um von seiner Freude erfüllt zu werden.

Doch was haben wir daraus gemacht, liebe Schwestern und Brüder? Oft ist nichts zu spüren von der Zeit der Ruhe und Stille. Hektik, Stress und oftmals Ärger sind das Resultat unserer Aktivitäten, die sich in diesen Tagen ansammeln. Entkommen können wir nur durch ein entschiedenes Bemühen, nicht überall sein zu müssen. Vielleicht sich vorzunehmen, mal früher zu Hause zu sein. Denn notwendig ist, sich und die Familie zur Ruhe kommen zu lassen, indem man bewusst einen Abend in der Woche plant; das Fernsehen abschaltet, das Smartphone weit weglegt, gemeinsam besinnliche Musik hört, etwas gemeinsames spielt oder sich austauscht über den Alltag oder über das, was einen so bewegt um somit wieder mehr Verständnis füreinander zu bekommen. Denn besonders das gemeinsame Gespräch ist ja in vielen Familien ins Abseits geraten. Die Zeit des Advents bietet die Möglichkeit, zu sich und zum anderen zu finden. Doch gelingt das nur dem, der sich konsequent an seine Ziele hält. Advent kann dann zu einem Erlebnis werden, das uns hilft, unser Leben zu ordnen oder gar neu zu finden.

Gerade in dieser auch schwierigen Pandemiezeit könnten wir uns vielleicht in diese Richtung mehr bewegen, unsere Ängste und Befürchtungen mehr denn je dem hinhalten, der alles in seinen Händen hält.

Ankommen, wie Advent übersetzt heißt, müssen wir immer: wir selbst und Gott bei uns. Wo Gott in seinem Sohn Jesus Christus uns nicht mehr erreicht, bleibt es dunkel. Freude und Leben erfahren wir nur, wenn wir Licht sehen oder uns ein Licht aufgeht.

Ich wünsche Ihnen und mir selbst, dass bei den vielen Lichtern die uns in den kommenden Tagen und Wochen entgegenstrahlen das Licht dabei ist, das unser Leben wirklich hell macht, das Licht, das uns inneren Frieden bringt, das Licht, das uns Hoffnung macht in der Pandemie und über sie hinaus und das uns befähigt, auszustrahlen und hinein zu strahlen in unsere kleine Umwelt, damit dort durch uns, durch Sie und durch, Advent, Ankunft des Weltvollenders möglich wird.

In diesem Sinne Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit.

P. Ludwig Eifler O.Carm. (Pfarrer)