„Der Jugendraum Alftal – Raum der Vereine“ lebt! Interview mit Armin Surkus-Anzenhofer

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„Der Jugendraum Alftal – Raum der Vereine“ lebt!
Interview mit Armin Surkus-Anzenhofer

Wie ist der Jugendraum entstanden?
Firmlinge aus dem Alftal haben sich vor 20 Jahren einen Jugendraum gewünscht. Mit Ehrenamtlichen, der Pfarreiengemeinschaft Alftal, der Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf und den Gemeinden Bausendorf, Bengel und Kinderbeuern konnte er gebaut werden.

Wir wird der Jugendraum derzeit genutzt?
Jeden zweiten Freitag ab 19 Uhr und nach Bedarf wird geöffnet. Einige Jugendliche sind an den Freitagabenden da und sorgen dafür, dass der Betrieb läuft. Der Raum kann darüber hinaus von allen Jugendarbeit treibenden Gruppen, Initiativen und Vereinen nach vorheriger Absprache genutzt werden.

Wichtig ist, dass es einen Raum gibt, in dem Jugendliche einmal nichts leisten und präsentieren müssen und sie einfach nur zwanglos und zweckfrei zusammen kommen können, also der klassische Offene-Treff-Betrieb. Der war einige Zeit bei Jugendlichen gar nicht „in“, aber diese Durststrecken dürfen sein, denn derzeit gibt es wieder einige junge Leute, die genau das für sich entdecken. Und dass diese Jugendliche den Raum dann auch selbst organisieren mit Getränken und Putzen und Öffnungszeiten, das ist ein wichtiges Experimentier- und Lernfeld für sie.

Damit auch die Jüngeren den Raum kennen lernen, haben sie die Möglichkeit, dort ihren Geburtstag zu feiern.

Es gibt ein kleines Team aus jungen Erwachsenen, die früher selbst im Jugendraum aktiv waren, im Hintergrund, das Termine ausmacht, Absprachen trifft und Angebote koordiniert und organisiert, wie die Tanzkurse, ein Nähkurs, Film- und Bastelangebote. Das sind die wichtigsten Säulen: Offener Treff, Kennenlernen des Raumes, feste Angebote.

Der „Jugendraum Alftal - Raum der Vereine“ kann darüber hinaus von allen Vereinen aus Bausendorf, Bengel, Kinderbeuern und Hontheim genutzt werden für Feiern, Schulungen und Treffen. So gibt es dort auch Angebote für Messdiener, er ist die Zentrale für die Bolivien-Kleidersammlung im Alftal, Tanztraining findet dort statt, Kochkurse und ein Nähkurs werden angeboten, für Firmlinge gibt es Filmangebote und Gruppenleitungsschulungen des Dekanates Wittlich finden dort statt. Vereine und Gruppen haben so die Chance, aus ihrem gewohnten Umfeld rauszukommen und im Jugendraum ganz anders zusammen zu kommen und zu arbeiten, die Pause an den Spielgeräten zu nutzen und sich so für ihre Regelarbeit an ihrem eigentlichen Ort neu inspirieren zu lassen, wie bei einem Tapetenwechsel etwa.

Die neue und bisher erste Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde, Patrycja Morawska, wird einen Graffiti-Kurs anbieten und auch Ansprechpartnerin für den Jugendraum sein.

Was wünschen sich die Verantwortlichen?
Sie wünschen sich weiterhin das Vertrauen der kirchlichen und kommunalen Kooperationspartner. Es ist gut zu wissen, dass die Verantwortlichen bis heute hinter der Initiative von damals stehen.

Sie wünschen sich auch, dass es weiterhin Jugendliche gibt, die so engagiert den Offenen Treff organisieren wie zurzeit Alexa, Carina und Vivien. Damit der Raum weiter attraktiv bleibt für den Offen Treff, für Angebote und für Gruppen und Vereine braucht es attraktive Spielgeräte. Hier müsste nach fast 20 Jahren neu investiert werden. Alexa, Carina und Vivien freuen sich über Spenden und Unterstützung.

Wie können die Verantwortlichen erreicht werden?
Im Hintergrundteam sind Marina Götten, Sonja Hamm, Vanessa Hempel (Ansprechpartnerin für Vermietungen: 0176/70829633), Michael Kihm, Matthias Köberlein, Tim Miesen, Matthias Napalowski und Armin Surkus-Anzenhofer (0160/7490005).