Pfarreiengemeinschaft Alftal

Liebe Leserinnen und Leser!

Kaum ist Weihnachten vorbei, kaum hängen die Karnevalskostüme in den Schränken, ist bereits die österliche Bußzeit, die Fastenzeit gekommen und wir gehen auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu zu.

Die lateinische Sprache hat das aramäisch-griechische Wort Pascha (gesprochen Pas-cha) übernommen, das sich vom hebräischen pesach ableitet. Dieses Wort meint zunächst den Vorübergang des Strafengels an den Häusern der Israeliten in Ägypten, dann aber den gesamten Vorgang der Errettung Israels aus ägyptischer Sklaverei. Das Wort Pas-cha für Ostern lässt sich heute noch in den romanischen Sprachen, aber auch im Niederdeutschen, Holländischen, Dänischen und Norwegischen erkennen. Das deutsche Wort Ostern  ist in seinem Ursprung umstritten. Doch sehr wahrscheinlich leitet es sich von einer englischen Frühlingsgöttin Ostara ab oder aber auch von der Himmelrichtung Osten, dem Ort der aufgehenden Sonne.

Doch ganz gleich, woher sich das Wort ableitet: Jeder Morgen ist ein neues Ostern, ein neues Aufgehen der Sonne schlechthin, Jesus Christus. Denn Ostern hört nie auf, weil Jesus lebt und Tod und Hölle überwunden hat. Diese Gewissheit und Zuversicht dürfen wir wieder neu feiern. Denn Ostern sagt uns: Dunkelheit wird in Licht verwandelt - Unheil in Heil - Tod in Leben.

Dieser österliche Glaube macht uns fähig, mit allen Schwierigkeiten, die die Kirche immer wieder erlebt, fertig zu werden, denn der Auferstandene ist ja bei ihr, bei uns - denn wir alle bilden ja Kirche als Getaufte und Gefirmte - alle Tage ihres, unseres Lebens.

Allerdings können alle unsere Pläne durchkreuzt werden und alle menschlichen Hoffnungen können zerbrechen. Das weiß jeder von uns; das hat jeder von uns bereits erfahren oder gar erlitten. Aber diese eine Hoffnung bleibt: Jeder Morgen, jeder Beginn ist ein kleines Ostern, weil Jesus lebt. Deshalb dürfen wir voll Zuversicht weitergehen.

Der Friede und die Freude des Auferstandenen Herrn Jesus Christus  möge Ihnen dazu Mut und Kraft schenken. Legen Sie all Ihre Sorgen und Nöte in Seine Hände. Und möge der Auferstandene durch seinen Ostersieg neues Leben daraus entstehen lassen für Sie, Ihre Familien, die Kirche und Seine ganze Schöpfung. Das wünschen Ihnen zum diesjährigen Osterfest:

P. Ludwig Eifler O.Carm.
Harald Klein
Stefan Adams
Jutta Görgen