Pfarreiengemeinschaft Alftal

Der 01. Mai ist weltweit als „Tag der Arbeit“ ein staatlicher Feiertag. Die verschiedensten Gewerkschaften treten an ihm für die Rechte der Arbeiterschaft ein.

Die Katholische Kirche begeht seit den 1950er Jahren, von Papst Pius XII. eingeführt, an diesem Tag den Gedenktag des hl. Josef, der Arbeiter. Damit soll der hl. Josef geehrt, aber auch die Würde der menschlichen Arbeit bewusstgemacht werden. Josef hat als Handwerker gearbeitet und für seine Familie das Brot verdient. Die Arbeit, wie sie heute von der Masse der Arbeiter getan und auch erlitten wird, ist sehr verschieden von der Arbeit in der alten Welt. Aber immer geht es darum, dass der Mensch, indem er die Kraft seines Körpers und seines Geistes einsetzt, sein eigenes Leben verwirklicht, seine Persönlichkeit entfaltet und das Leben in dieser Welt lebenswert oder doch erträglich macht. Der Christ weiß außerdem, dass er seine Arbeit von Gott her und zu Gott hin tut.

Ferner treten wir mit dem 01. Mai in den so genannten Wonnemonat ein, der durch seine Blütenpracht nach der langen Winterzeit die Natur erwachen lässt zu neuem Leben. So heißt es in einem Lied in unserem Gotteslob (Nr. 871) „Im Maien hebt die Schöpfung an zu blühen und zu singen; die Erde hat sich aufgetan, uns neue Frucht zu bringen.“ Seit alters her wird dies aber auch auf die Gottesmutter Maria bezogen, die durch ihr Ja-Wort dem Engel Gabriel gegenüber ihre Bereitschaft erklärte, den „Gnadenfrühling voller Pracht“, Jesus, der Menschheit zu schenken. So wird sie im Monat Mai in besonderer Weise durch die so genannten Maiandachten geehrt, die es in Deutschland seit rund 175 Jahren gibt und in denen sie auch um Fürsprache in den verschiedensten Anliegen an vielen Wallfahrtsorten aber auch in den einzelnen Pfarreien, von vielen Menschen angerufen wird. Doch Maria selbst versteht sich nie als Endstation, sondern hat immer auf ihren Sohn Jesus verwiesen, wie sie bei Hochzeit zu Kana sagte: „Was er euch sagt, das tut!“ (Joh 2, 1-11). Maria ist ein möglicher Weg zu Jesus und damit zu Gott.

Mögen wir den Mut und das Vertrauen in und zu Maria haben um uns mit unseren Sorgen, Nöten und Ängsten an sie zu wenden, damit sie für uns bei ihrem Sohn Jesus Heil und Gnade erwirkt.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Wonnemonat Mai!

P. Ludwig Eifler O.Carm. (Pfarrer)